Kopfläuse
Immer wieder bekommen Eltern von der Schule oder aus dem Kindergarten diesen gefürchteten Zettel mit dem Hinweis auf Kopfläusebefall. Da stehen einem die Haare zu Berge, wenn man die winzigen blutsaugenden Läuse denkt. Dabei ist die Möglichkeit an Orten, wo viele Menschen, bzw. Kinder zusammenkommen, irgendwann selbst von Kopfläusen befallen zu werden recht groß. Kopfläuse sind zwar eine wahre Plage, dennoch hat ihr Auftreten nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Auch ist es ein Irrglaube, dass nur Menschen mit geringerer Bildung von Kopfläusen befallen werden. Für die Laus zählt nur eines: das Blut in der Kopfhaut. Sie ernähren sich ausschließlich von Blut. Dafür haben sie einen kleinen Saugrüssel an ihrem Kopf, mit dem sie etwa alle zwei bis vier Stunden ihre Blutmahlzeit aus der Kopfhaut saugen. Die Einstichstelle fängt dann an zu jucken. Natürlich kratzt man sich dann, doch dabei sollte man auch daran denken, dass durch das Kratzen die Haut sich entzünden kann und weiteren Infektionen nicht mehr standhalten kann.
Diagnose Kopflausbefall. Wie stellt man sie denn? Man muss damit nicht zwingend zum Arzt gehen. Auch zu Hause lässt sich Kopflausbefall relativ schnell diagnostizieren. Allerdings gestaltet sich die Untersuchung etwas umständlich. Zunächst müssen die Haare mit einem normalen Shampoo gewaschen werden. In die feuchten Haare gibt man dann eine gute Portion Haarpflegespülung, um die Läuse an ihrer Bewegung zu hindern. Nun werden die Haare Strähne für Strähne mit einem Nissenkamm durchgekämmt. Den Matsch an einem Küchenpapier abstreifen. Da erwachsene Kopfläuse sehr lichtscheu und schnell sind, kommt man ihnen nur auf diesem Wege auf die Spur.
Ist der Kopflausbefall nun diagnostiziert, fragt man sich, wie man behandeln sollte. In den Apotheken gibt es mittlerweile unterschiedliche Präparate zur Behandlung von Kopflausbefall. Man braucht aber nicht die halbe Apotheke leer zu kaufen. Eines von den vielen Mitteln reicht in der Regel aus, um den Läusen zu Leibe rücken zu können. Wichtig ist allerdings, dass alle anderen Familienmitglieder sich gegenseitig auf Kopflausbefall untersuchen. Es bringt nämlich nichts, wenn das Kind frei von Läusen ist, aber dafür sind die Läuse in der Familie, oder im Freundeskreis weitergewandert. Da eine Übertragung durch Gegenstände äußerst gering ist, kann man von der Desinfektion der näheren Umgebung, sowie von der Behandlung von Kuscheltieren etc. absehen. Es reicht, wenn diese einfach mal in die Waschmaschine gesteckt werden, ebenso die Bettwäsche. Denken Sie daran: Sollte Ihr Kind von Kopfläusen befallen sein, darf es nicht in die Schule, oder in den Kindergarten gehen. Öffentliche Einrichtungen sind zu meiden. Außerdem ist eine Meldung zu machen. Kopflausbefall unterliegt der Meldepflicht.
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